Die Perserkatze, die auch unter dem Namen Angorakatze bekannt ist, ist eine der
ältesten Rassekatzen. Bereits im 16. Jahrhundert gelangten die ersten Langhaarkatzen unter dem Namen Angora (Ankara)-Katzen aus der Türkei nach Europa. In Italien wurde sie zum ersten Mal 1526 erwähnt, 200 Jahre später fand die Perserkatze 1720 auch in Frankreich Erwähnung. Diese lange Geschichte und die edle Schönheit der Perserkatze erklären, warum sie bei vielen Menschen das Synonym für die Rassekatze überhaupt ist.
Der Rassestandard schreibt vor, wie eine Perserkatze im Idealfall auszusehen hat:
Ein runder, massiver Kopf sitz auf einen kurzen, dicken Nacken. Kleine, niedrig am Kopf angesetzte Ohren, große runde Augen und eine kurze breite Nase mit einem deutlichen Stop verleihen dem Persergesicht seinen typischen Ausdruck.
Ein Vorbiß des Unterkiefers und Gebißanomalien sind unerwünscht und müssen in der Zucht vermieden werden. Die Perserkatze ist von gedrungenem Körperbau und steht auf kurzen, stämmigen Beinen mit großen runden Pfoten. Zwischen den Zehen wachsen lange Haarbüschel. Passend zum quadratischen Körper ist der kurze Schwanz. Das Markenzeichen der Perserkatze, ihr langes und seidiges Fell, ist dicht und voll, mit einer üppigen Halskrause. Damit das prächtige Haarkleid nicht verfilzt, muß es regelmäßig gebürstet werden. Daher sollte man vor dem Kauf eines solchen Tieres sorgfältig abwägen, ob man der Fellpracht wirklich gerecht werden kann und genug Zeit und Geduld aufbringt, um sie täglich zu pflegen.
Will man das Wesen der Perserkatze beschreiben, so muss man bedenken, das Katzen eigenständige Persönlichkeiten sind. Das Wesen ist nur bedingt an die Rasse gebunden, dennoch finden sich auch bei der Perserkatze ganz typische Charakterzüge: Sie ist von eher ruhigem Gemüt und ihrem Menschen gegenüber lieb, verschmust und anhänglich. Dennoch ist sie keineswegs phlegmatisch und man sollte sich von ihrem schönen Äußeren nicht dazu verleiten lassen, sie für eine Puppe zu halten. Auch eine Perserkatze kann temperamentvoll, fordernd und unabhängig sein.
Sie braucht viel menschliche Zuwendung, die sie mit einer treuen Freundschaft dankt. Gerne liegt sie in der Nähe der von ihr auserkorenen Bezugsperson und begleitet sie wie ein Hund durch das Haus.
Für alle, die sich nach einem lieben, ruhigen und angenehmen Hausgenossen sehnen, ist die Perserkatze die optimale samtpfotige Begleiterin.
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