... gibt es die noch? Diese Frage wird immer wieder von Katzenkennern gestellt, wenn die Rede auf diese einzige deutsche Katzenrasse kommt.
Ja, es gibt sie noch, und vielleicht kann man sie in Zukunft wieder häufiger sehen!
Bei dieser Rasse handelt es sich um die Nachkommen einer schwarzen, gelockten Katze, die kurz nach dem 2. Weltkrieg auf dem Gelände eines Berliner Krankenhauses gefunden wurde. Sie soll dort von einem Krankenpfleger zurückgelassen worden sein und fand Aufnahme bei einer Ärztin, Frau Dr. Scheuer-Karpin. Sie züchtete nicht nur mit dieser Katze, sondern suchte auch den Kontakt zu Genetikern, um mehr über diese Fellmutation zu erfahren.
So wurden schon Ende der 1950er Jahre Kinder von "Lämmchen", wie Fr. Dr. Scheuer-Karpin die Katze nannte, nach Frankreich und USA exportiert und weitere Zuchtversuche angestellt. Diese sind im Sande verlaufen - vielleicht, weil zu der Zeit das Interesse an Rexkatzen noch gering war. Immerhin sind die deutschen Rexkatzen am Aufbau der Cornish-Rexzucht in USA beteiligt gewesen.
Weitergezüchtet wurden sie dann in der Cattery "v. Grund" in Ostdeutschland, die die letzten deutschen Rexkatzen aufnahm. Hier wurden durch Kreuzungen mit Hauskatzen dann auch weiße, schildpatt, blaue und smoke Rexkatzen erzüchtet.
Aus dieser Cattery gelangten Tiere nach Westdeutschland, in den Besitz der Familie Wöllner (v. Zeitz). Diese Familie setzte sich für die Anerkennung der Rasse durch die FIFe ein, ein Ziel, das 1982 erreicht wurde.
Einige Jahre später wurde noch ein German Rex auf Lanzarote gefunden, der rotweiße "Locki Lanzarote", der ein Zuhause in Essen fand und bei vielen German Rex im Stammbaum zu finden ist.
Über die Jahre hat Thomas Hamann (v. Hause Hamann) im Osten Deutschlands den German Rex die Treue gehalten, er ist wohl der einzige, der fast "von Anfang an" dabei war und geblieben ist.
Leider stagnierte die Zucht dieser Rasse, vielleicht auch, weil die für die Zucht notwendigen, aber glatthaarigen Hybriden aus der Kreuzung von German Rex mit Hauskatzen schwer zu vermitteln waren.
Aber es haben sich doch Züchter gefunden, die diese Rasse erhalten wollen, die meisten in Deutschland, aber auch in Finnland und den Niederlanden wird die German Rex wieder gezüchtet.
Es gehört nach wie vor sehr viel Engagement dazu, diese Rasse zu züchten, denn es muß immer wieder auf kurzhaarige Katzen ausgekreuzt werden und für die normalhaarigen Mischlingskinder (die Hybriden) muss ein Zuhause gefunden werden. So ist hier noch echte Aufbauarbeit zu leisten, eine reizvolle züchterische Aufgabe, aber nichts für Züchter, denen am "schnellen Geld" mit einer exotischen Rasse gelegen ist.
Die German Rex ist eine mittelgroße, kräftige und muskulöse Katze, die aber nicht plump wirken darf. An sich soll sie einer durchschnittlichen europäischen Hauskatze entsprechen, bis auf das wichtigste Merkmal: Das Fell! Es soll kurz, leicht gewellt oder gelockt sein und fasst sich samtweich an. German Rex sind am ganzen Körper behaart, kahle Stellen sind ein Fehler. Auch die Schnurrhaare und die Tasthaare über den Augen sind gekrümmt.
Es sind alle Fell- und Augenfarben erlaubt. So gibt es im Moment German Rexkatzen in schwarz, rot, mit Siamzeichnung, mit Tabbymuster, in Schildpatt, auch blau, es werden sicher auch noch andere Farben vorkommen können.
Das Wesen ist das typische Rexwesen: Überaus menschenbezogen, verspielt und intelligent erobern sie sich schnell die Herzen!
Die spannende Geschichte der German Rex ist auf der Website des German Rex Cat Club für Züchter und Freunde der German Rex ausführlich nachzulesen, hier der Link dazu: http://grxcc.gr.funpic.de/
Bei Interesse sprechen Sie uns an: Klaus und Elke Wehmeyer
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